„Ich kann nicht schlafen“

Kommt Ihnen dieser Satz bekannt vor? Dann sollten Sie hier weiterlesen: Denn Schlaf gehört zu den existentiellen Lebensgrundlagen und stellt eine der wichtigsten Säulen der Gesundheit dar. Er hilft Körper und Geist zu regenerieren, erhöht die Belastungsfähigkeit und hormonelle Balance, ermöglicht Denk- und Erinnerungsfähigkeit, genauso wie die seelische Erholung und viele weitere gesundheitliche Vorteile. Umgekehrt zeigen zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen und Forschungsergebnisse, dass nicht schlafen zu können, d.h. Schlafentzug bzw. chronischer Schlafmangel, gravierende negative Auswirkungen auf die menschliche Psyche und Gesundheit haben.


Welches Risiko besteht durch Schlafmangel?

Das Risiko für Diabetes, Burn-out, Übergewicht, Depressionen und viele weitere seelische und körperliche Leiden steigt gewaltig und innerhalb kürzester Zeit, wenn Schlaflosigkeit zur Gewohnheit wird. Einer der wichtigsten Schritte auf dem Weg zu mehr Wohlbefinden und Gesundheit bzw. Heilung, ist daher die Förderung von tiefem, gesunden und vor allem auch ausreichend Schlaf.

Falls auch Sie zu den Menschen gehören, die an Schlaflosigkeit leiden, dann sollten Sie das nicht einfach hinnehmen.Nicht schlafen zu können ist ein großes Risiko für das gesundheitliche und psychische Gleichgewicht – wir möchten Ihnen gerne wirklich hilfreiche Tipps und Wege aufzeigen, damit Sie endlich wieder den Schlaf finden, den Sie verdienen und brauchen – und damit Sie endlich wieder sagen können: „ich kann schlafen!“

Anzahl der Menschen in Deutschland, die an Schlafstörungen leiden. Genauere Zahlen erhalten Sie hier

Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2009 und dürften sich mittlerweile erhöht haben.

  • Männer 45 - 55 Jahre 19%
  • Frauen 45 -55 30%
  • Männer 55 - 65 21%
  • Frauen 55 - 65 31%

Wie Sie das Einschlafen aktiv unterstützen können:

Sie können nicht schlafen?

Dann versuchen Sie doch einmal... ...Ihren Schlafplatz abzuchecken. Der Ort des Schlafplatzes bzw. Bettes ist nicht irrelevant: Viele Menschen reagieren äußerst sensibel, z.B. auf Wasseradern, Elektrosmog und andere Störeinflüsse. Ein Netzfreischalter kann hier ebenso eine Lösung sein wie eine professionelle Austestung Ihres Schlafplatzes. Ein wichtiger Hinweis unabhängig von der Position oder Ausrichtung des Bettes: Schlafen Sie niemals (z.B. im Haus) im Kellergeschoß oder in einer Souterrain-Wohnung, also unter der Erde, denn das macht über kurz oder lang krank.

ich kann nicht schlafen Bett
besser schlafen mit Tee

Wenn Sie nicht schlafen können 

Dann versuchen Sie doch einmal... ...einen beruhigenden Kräutertee am Abend: Kamille, Passionsblume, Hopfenblüten und Katzenminze entspannen Geist und Körper. Machen Sie daraus ein Ritual, und wenn nötig, so süßen Sie mit hochwertigem Honig.

Probleme beim einschlafen? 

Dann versuchen Sie doch einmal... Baldrian. Die wohl bekannteste schlaffördernde Heilpflanze gibt es als Tropfen oder Dragees, ganz besonders gut wirksam ist allerdings eine selbst hergestellte Baldrianwurzel-Tinktur. Kaufen Sie die Baldrianwurzel in der Apotheke und schneiden Sie sie in möglichst kleine Stückchen, geben Sie diese in ein verschließbares, dunkles Glas und füllen Sie das Glas mit hochprozentigem (mind. 40%) Alkohol. Lassen Sie das Glas an einem dunklen Platz stehen, schütteln Sie es früh und abends, und nach frühestens 5 Tagen können Sie die Tinktur abgießen und wiederum in ein Braunglasfläschchen füllen. Nehmen Sie von Ihrer selbstgemachten Baldriantinktur eine Stunde bevor Sie ins Bett gehen 1 Teelöffel (bei Bedarf ab nachmittags bereits mehrmals).

ich kann nicht schlafen ohne Baldrian
kann nicht schlafen ohne Kräuterkissen

Schlafstörung? 

Dann versuchen Sie doch einmal... ...ein Kräuterkissen mitzunehmen. Dieses wird mit beruhigenden Kräutern, Samen, Wurzeln und Blüten gefüllt, wie z.B. Lavendel, Hopfenblüten, Beifuß, Dillsamen, Melisse, Majoran, Baldrianwurzelstückchen und Passionsblume – Orangen- und Rosenblüten machen daraus Ihr neues Traumkissen.

"Ich kann nicht schlafen" 

Dann versuchen Sie doch einmal... ...abends schlaffördernde Lebensmittel zu essen: Dazu zählen u.a. Bananen und Mandeln bzw. Nüsse, aber auch Weintrauben wird eine schlaffördernde Wirkung nachgesagt.

Nüsse helfen beim Einschlafen
schlechter Schlaf ohne Magnesium

Sie finden nicht in den Schlaf?

Dann versuchen Sie doch einmal... ...mit Magnesium und B-Vitaminen, denn beides stärkt die Nerven und beruhigt. Ein Mangel kann sich durchaus auch in Schlafstörungen bemerkbar machen. Sorgen Sie daher für eine ausreichende Versorgung und sprechen Sie im Zweifelsfall mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber.

Probleme beim Einschlafen 

Dann versuchen Sie doch einmal... ...echte Vanille. Schon in der Antike galt das edle Gewürz als heilkräftig und ihm wurde eine entspannende Zauberwirkung zugesprochen. Nicht nur der verführerische Duft, sondern auch seine beruhigende und sogar aphrodisierende Wirkung ist nicht zu unterschätzen. Probieren Sie Speisen mit echter Vanille und genießen sie diese bewusst am Abend, bevor Sie schlafen gehen. Auch über Vanilleduft im Rahmen der Aromatherapie können Sie das ätherische Öl der Vanilleschote als schlaffördernde Essenz nutzen; es kann darüber hinaus bei Angstzuständen und Depressionen helfen.

ich kann nicht schlafen ohne Vanille
Einschlaf Steine

"Endlich wieder schlafen?" 

Dann versuchen Sie doch einmal... ...mit Visualisierung. Das ist einfacher, als es sich anhört. Dabei versetzen Sie sich in eine bewusste Traumwelt, Sie sind der Regisseur Ihrer Traumreisen und Geschichten – wenn Sie sich damit schwer tun, können Sie CDs als Unterstützung hinzuziehen, oder Sie suchen einen erfahrenen Trainer auf, der Sie mit der Technik der Visualisierung so weit vertraut macht, dass Sie sie allabendlich anwenden können, um leichter in das Reich der Träume zu gleiten.

negative Gedanken

Bei Schlafstörungen

Versuchen Sie doch einmal... ...bewusst negative Gedanken zu eliminieren, denn sie sind der häufigste Grund für schlaflose Nächte. Wenn Ihre Gedanken sich abends wie ein dunkles Gewitter und scheinbar unausweichlich über Ihnen zusammenbrauen, kreisen und kreisen..., wenn Sie das Gefühl haben, ihnen nicht entrinnen zu können und keine Lösung, keine Auswege aus Ihren Sorgen, Ängsten und Problemen zu finden: Dann machen Sie sich klar, es gibt für jedes Problem eine Lösung, die Sie aber erst dann finden und umsetzen können, wenn Sie sich wach, fit und kräftig fühlen und wenn es hell ist – nicht wenn Sie schläfrig sind, müde und verzweifelt sind. Schlaf ist die beste Medizin – und Lösungen können sich meistens erst nach ausreichend erholsamem Schlaf ergeben und auftun. Wenden Sie doch einen Trick an, wenn sich abends beim Einschlafen Ihre Probleme oder bestimmte Personen in Ihrem Kopf verselbständigen und Sie vom Schlafen abhalten: Setzen Sie all diese Gedanken und Sorgen, Personen und Probleme auf kleine imaginäre Wölkchen und pusten Sie sie davon, weit in die dunkle, kalte Nacht hinaus, und machen Sie dies ruhig mehrmals hintereinander. Und wenn sie weit genug weg sind, dann ersetzen Sie diese durch schöne, sichere und friedliche Gedanken. Das geht ganz einfach mit Hilfe der Visualisierung (s.o.), die Ihrem Körper und Geist dabei hilft, sich wirksam zu entspannen und herunterzukommen. Dann kommt der Schlaf von ganz alleine...

Schlaflosigkeit – Fragen und Antworten

…rund um ein Thema, das Millionen von Menschen Nacht für Nacht bewegt – die brennende Frage: Warum kann ich nicht schlafen? Die Gründe für plötzliche, chronische oder (scheinbar) unerklärliche Schlaflosigkeit und Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen sind vielfältig, und oftmals bedarf es einiger Geduld und einer genaueren Nachforschung, um ihnen auf die Schliche zu kommen. Aber wenn Sie zu den Menschen gehören, die für sich sagen können ich kann nicht schlafen, sollten Sie eines immer im Auge behalten: Von nichts kommt nichts, und Schlaflosigkeit hat IMMER einen oder auch mehrere Gründe.

Guter, gesunder und ungestörter Schlaf zählt zu den kostbarsten Dingen, die das Leben, ein glückliches und gesundes Leben, ausmachen. Schon Eltern erfahren oft schmerzlich, was es heißt, nicht schlafen zu können, wie ihr Baby und sie selbst aufgrund durchwachter, schlafloser Nächte leiden und körperlich sowie seelisch abbauen. Und vielleicht erkennen sie auch instinktiv, wann ihr Baby am besten schläft: Wenn es sich sicher und geborgen fühlt, wenn der Körperkontakt zu Mama oder Papa gegeben ist, wenn es die Gemeinschaft hört bzw. fühlt und sich damit geschützt und sicher fühlt. Kurz: Wenn es nicht gestresst, sondern rundum entspannt ist und sich sprichwörtlich fallen lassen kann. Und was schon für die Kleinsten gilt, wenn es um das Thema Schlaflosigkeit resp. guter Schlaf geht, gilt in ähnlicher und erweiterter Form auch für Erwachsene. Wir helfen Ihnen auf der Suche nach den Gründen, damit Sie Ihre individuellen Auslöser auf diese Frage finden, so dass Sie bald statt „ich kann nicht schlafen“ sagen können: Endlich kann ich wieder himmlisch gut ein- und durchschlafen – mit allen positiven Auswirkungen, die ein gesundes und glückliches Leben ausmachen!

Unsere Checkliste: Mögliche Gründe für schlechten Schlaf und Tipps für einen besseren Schlaf

Bevor Sie darüber nachdenken, Maßnahmen zu ergreifen, haben wir für Sie einige Fragen, anhand derer Sie das Maß Ihrer Schlaflosigkeit besser einschätzen können:

klicken Sie hier um die Checkliste zu öffnen
  • Hört Ihr Gedankenkarussell sich abends, wenn Sie im Bett liegen, nicht auf zu drehen, und das obwohl Sie einschlafen möchten? Gibt es Probleme oder Konflikte, die Sie nicht mehr aus dem Kopf bekommen und die Sie nicht mehr (ein)schlafen lassen?
  • Wachen Sie während der Nacht immer wieder oder auch sehr früh auf und können dann nicht mehr einschlafen?
  • Kommen Sie morgens sehr schwer oder kaum aus dem Bett und fühlen sich wie gerädert und erschöpfter als am Abend zuvor?
Wenn Sie eine (oder mehrere) dieser Fragen mit ja beantworten und Sie in drei oder mehr Nächten pro Woche wach hält, dann gehören Sie bereits zu der Gruppe der Schlaflosen – und Sie suchen mit Sicherheit nach wirksamen Wegen aus der Schlaflosigkeit.
klicken Sie hier um die Tipps zu öffnen
  • Tipp 1: Machen Sie Ihr Schlafzimmer – insbesondere wenn Sie unter Schlaflosigkeit leiden – zu einem geschützten Bereich: Er sollte einzig dem Schlaf und der Liebe vorbehalten sein. Andere Aktivitäten, v.a. solche die Stress machen, auch indirekt actionreich sind, so wie fernsehen, lesen, telefonieren, essen, arbeiten, im Internet surfen etc., sollten in anderen Räumen stattfinden.
  • Tipp 2: Zumindest die letzte halbe Stunde vor dem Schlafengehen sollten Sie Ihr „System“ herunterfahren. Also kein Streit, kein Fernsehen mehr (!), keine anstrengenden Arbeiten oder problematischen Gespräche mehr – alles, was zusätzlich Stress verursachen könnte, sollte vor dem Schlafengehen vermieden werden.
  • Tipp 3: Versuchen Sie, abends möglichst zur selben Zeit ins Bett zu gehen, damit sich Ihr Körper daran gewöhnen kann und sprichwörtlich Ruhe und Regelmäßigkeit einkehren kann.
  • Tipp 4: Verzichten Sie auf Mittagsschlaf, vor allem am späten Nachmittag.
  • Tipp 5: Im Idealfall essen Sie 2 – 3 Stunden vor dem Zu-Bett-gehen das letzte, und achten Sie auf Kost, die leicht verdaulich ist. Obst, Milchprodukte und stark zuckerhaltige Snacks sollten sie beim Abendbrot eher streichen.
  • Tipp 6: Finden Sie vor dem Schlafen beruhigende Rituale, so wie ein entspannendes Bad, einen gemütlichen Spaziergang an der frischen Luft, leise, beruhigende Musik – etwas, das sie spürbar entspannt und runterkommen lässt.
  • Tipp 7: Wenn Sie zu den Menschen gehören, die abends fernsehen und sogar daneben einschlafen (möchten), sollten Sie umdenken. Beenden Sie Ihren Fernsehabend mindestens eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen, und gehen Sie bewusst und innerliche beruhigt zu Bett. Und zwar nachdem Sie Ihr entspannendes Ritual (Bad, kurzer Spaziergang, Kuscheln, beruhigende Musik o.ä.) genossen haben.
  • Tipp 8: Alkohol wird abends vielfach, auch als leichtes „Schlafmittel“, eingesetzt. Versuchen Sie dies so gut wie möglich zu vermeiden, denn Alkohol ist für den Schlaf nur auf den ersten Blick förderlich. In Wirklichkeit kann er tiefe Schlafphasen und auch die so wichtigen Traumphasen verhindern oder beeinträchtigen. Keine gute Voraussetzung für echte Entspannung und ein gutes Gefühl am nächsten Morgen. Abgesehen davon, dass größere Mengen abendlich konsumierten Alkohols am nächsten Tag in Form von Abgeschlagenheit, zerknitterter Optik, schlechtem Atem, mangelnder Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit und langfristig vielleicht sogar mit einem Alkoholproblem einhergehen. Genießen Sie Alkohol daher v.a. am Abend eher selten bis nie, und wenn dann nur in Maßen.
  • Tipp 9: Abends ist in vielerlei Hinsicht die schwierigste Zeit. Müdigkeit, schlechte Laune nach einem langen Arbeitstag oder sonstige Schwierigkeiten und angestaute Probleme eskalieren „gerne“ am Abend – und aus dem gemütlichen Feierabend wird kurz vor dem Schlafengehen der Ehe- oder Familienstreit. Versuchen Sie daher stets deeskalierend zu handeln und vermeiden Sie Diskrepanzen oder schwierige Diskussionen kurz vor der Schlafenszeit. Und ebenfalls sehr, sehr wichtig: Gehen Sie nicht schlafen, ohne sich vorher zu vertragen oder eine Zeit festzulegen, wann Sie sich am nächsten Tag im Guten und gemeinsam um die Klärung dieser Sache bemühen werden.
  • Tipp 10: Wenn Ihr Partner zu anderen Zeiten (z.B. später) schlafen geht oder andere Angewohnheiten hat, die Sie stören (z.B. schnarchen, lange lesen etc.). dann sollten Sie sich vielleicht überlegen, für sich oder Ihren Partner ein eigenes Schlafzimmer einzurichten, damit Sie wirklich ungestört schlafen können. Sprechen Sie in Ruhe darüber, damit sich deswegen keiner persönlich angegriffen fühlt, und machen Sie klar, wie wichtig ein ungestörter Schlaf für Sie (und beide) ist und dass dies eine Möglichkeit sein könnte, wie Sie ihn leichter finden können.
  • Tipp 11: Achten Sie darauf, dass Ihr Schlafzimmer möglichst kühl und dunkel ist, frische Luft ist ebenso wichtig wie warme Füße!
  • Tipp 12: Wenn es um die Wahl von Wand- und Einrichtungsfarben geht (aber auch um die Farbe von Bettwäsche), dann verzichten Sie möglichst auf die Farbe Rot. Empfehlenswert sind Blau und Grün, wenn Sie es sich aussuchen können.
  • Tipp 13: Nehmen Sie Ihr Handy nicht mit ins Schlafzimmer! Alles, was Sie stören könnte (Stichwort: Smartphone), sollte aus dem Schlafzimmer verbannt werden. Abgesehen davon sollten Sie nicht nur nächtliche Störungen, sondern auch Störquellen wie Handystrahlung, W-Lan etc. möglichst von Ihrem Schlafplatz fernhalten!
  • Tipp 14: Wenn Sie im Bett liegen und nicht einschlafen können, setzen Sie sich nicht unter Druck und verfallen Sie nicht in Panik! Vermeiden Sie es, auf die Uhr zu sehen, denn das macht Sie nur unnötig nervös und ist daher kontraproduktiv. Manchmal hilft leise Musik oder ein beruhigendes Hörbuch, denn bei Geschichten sind wir als Kinder bereits gut eingeschlafen (aber kein Krimi, Thriller o.ä.!). Wenn Sie sich unwohl fühlen und das Gefühl haben, nicht einschlafen zu können, dann suchen Sie ein anderes Zimmer auf und verbringen Sie bewusst ein wenig Zeit mit etwas anderem, z.B. Lesen, Tagebuch schreiben oder indem Sie eine kleine To-do-Liste für den nächsten Tag aufschreiben. Achten Sie darauf, dass Sie ein möglichst schwaches Licht anschalten, und legen Sie sich wieder hin, wenn Sie sich schläfrig fühlen.

Viele Gründe für Schlaflosigkeit – und der erste Schritt zu gesundem Schlaf

Ein Grund, der in gewisser Weise immer ein ursächlicher Aspekt für Schlaflosigkeit darstellt, ist Stress. Stress, körperlich ausgelöst (erkennbar) durch die Ausschüttung verschiedener Stresshormone, wirkt sich immer auch auf das vegetative Nervensystem und damit den ganzen Körper aus und bewirkt alle nötigen körperlichen Voraussetzungen, um Kampf und Flucht sowie konflikt- und Problembewältigung zu ermöglichen. Dazu gehört die Bündelung der Energie (z.B. durch Steigerung des Blutdruckes und Erhöhung des Blutzuckerspiegels, Zentralisation, Drosselung der Verdauung und Erhöhung der Wachheit bzw. ein geringeres Schlafbedürfnis, kalte Hände und Füße u.a.). Das ist – für einen begrenzten Zeitraum – grundsätzlich erst einmal ein sinnvoller biologischer Vorgang, der seit Jahrtausenden so abläuft. Auch Medikamente können Stress auf das unwillkürliche (vegetative) Nervensystem ausüben, ebenso wie bestimmte Substanzen oder auch belastende Erlebnisse, Konflikte, Schocks oder schwere Sorgen. Was dem Körper oder der Psyche Stress macht, kann ganz unterschiedlich sein, in seiner Auswirkung aber stets ähnlich: Der Tonus wird in Richtung Stress verschoben, so dass der Schlaf und die Erholung quasi ausgehebelt sind – mit der Folge, dass der Mensch auch zur normalen Schlafenszeit nicht mehr (richtig) in die biologisch „normale“, d.h. gesunde Erholungs- und Schlafphase gelangt. Wer sich Nacht für Nacht viele Stunden schlaflos von der einen zur anderen Seite wälzt, wie gerädert aufsteht und sich nur mit Mühe durch den Tag quält, der ist verständlicherweise versucht, zu Schlafmitteln zu greifen, um diesen belastenden Zustand zu beenden. Doch sind Schlafmittel nur auf kurze Sicht hilfreich und sollten immer unter ärztlicher Begleitung als Übergangslösung eingesetzt werden. Denn Schlaftabletten beheben niemals die Ursachen für Schlaflosigkeit, das sollte man sich stets bewusst sein. Auch die Nebenwirkungen solcher Medikamente sind nicht zu unterschätzen – und langfristig hilft es nur, die individuellen Ursachen der Schlafstörungen herauszufinden, bewusst zu erkennen und dann Schritt für Schritt zu lösen. Auch wenn das nur in seltenen Fällen von einer auf die andere Nacht gelingt, so beginnt auch diese Reise mit dem ersten Schritt. Warum kann ich nicht schlafen? Neben den psychischen Ursachen und ihrer Lösung bietet auch die Natur viele unterstützende Hausmittel für dieses Volksleiden. Damit Sie wieder ins Reich der Träume finden, gibt es viele Wege, und wir möchten Ihnen wichtige und hilfreiche Anregungen geben, damit Sie die Gründe oder Auslöser für Ihre Schlafprobleme finden können und positive Änderungen in Ihrem täglichen Leben umsetzen können, um endlich wieder schlafen zu können. Um auf lange Sicht aus dem Teufelskreis „ich kann nicht schlafen" über "ich bin am Tag nicht mehr leistungsfähig" bis hin zum Verlust von Gesundheit, Glück und Lebensmut“ herauszukommen, ist es daher entscheidend, in erster Linie ursachenorientiert vorzugehen und bei den symptomorientierten Maßnahmen so natürlich wie möglich zu handeln. Schlaf ist und sollte eine der natürlichsten Vorgänge der Welt sein, und so selbstverständlich er zu sein scheint, wenn wir gut schlafen, so sehr fehlt er uns und beeinträchtigt das tägliche Leben, wenn das Schlafen nicht mehr reibungslos funktioniert. Bevor Sie also zu nebenwirkungsreichen chemischen Schlafmitteln greifen, versuchen Sie sämtliche natürliche Hilfsmittel auszuschöpfen – und vor allem: Um die wirklichen und individuellen Ursachen von Schlaflosigkeit herauszufinden, sind Ihr Lebensstil und auch Ihre Lebens- und Schlafgewohnheiten, Ihre Sorgen, Probleme und Konflikte entscheidend – und selten hat ein Hausarzt Zeit, sich damit ausführlich zu beschäftigen. Umso wichtiger, selbst aktiv zu werden und alle anderen Optionen auszuschöpfen, um auf gesundem Wege wieder zu erholsamem und problemlos möglichen Schlaf (zurück) zu finden.

Das sollten Sie noch beachten, wenn Sie nicht schlafen können:

Auch Medikamente können zu Schlaflosigkeit führen. Nehmen Sie regelmäßig Cortison, Betablocker, Antidepressiva, Asthmamittel, Appetitzügler, Verhütungsmittel oder Zytostatika o.a.? Dann sprechen Sie mit Ihrem Arzt und besprechen Sie dieses Problem unbedingt – denn guter Schlaf ist mindestens genauso wichtig wie eine medikamentöse Therapie, und Sie sollten Ihren Arzt bitten, Ihnen in diesem Fall nebenwirkungsärmere Medikamente zu verschreiben. Wenn Sie nicht schlafen können und sich nicht sicher sind, ob dies "nur" eine Medikamenten-Nebenwirkung ist, sprechen Sie in jedem Fall mit Ihrem Arzt oder Therapeuten. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg auf dem Weg von "ich kann nicht schlafen" zu besserem und himmlisch guten Schlaf!